Hermann Bigelmayr

Denkmal für Claus Schenk Graf von Stauffenberg

Bamberger Sand-Stein, Modellzeichnung

Denkmal für Claus Schenk Graf von Stauffenberg

Sonntag, 19. April 2020 um 11:00 Uhr
Der Einweihungstermin ist wegen der Corona Maßnahmen abgesagt.
Gedenkstein vor dem Schloss Jettingen
Schloßstraße 6, 89343 Jettingen-Scheppach

Inschrift Tafel:
Hier im Jettinger Schloss kam am 15. November 1907 der Mann auf die Welt, der am 20. Juli 1944 bei dem Versuch scheiterte, die Menschheit vom Tyrannen zu befreien. Claus Schenk Graf von Stauffenberg bezahlte dafür mit seinem Leben. Noch am Abend des gescheiterten Attentats auf Hitler erschoss ihn ein Hinrichtungskommando, ohne dass eine Gerichtsverhandlung stattgefunden hätte, im Hof des Berliner Bendlerblocks. Auf Himmlers Befehl wurde die Asche des Wehrmachtsobersten auf den Berliner Rieselfeldern verstreut, die zur Reinigung des Abwassers der Reichshauptstadt angelegt worden waren.
Im krassen Gegensatz zu dieser Barbarei gestaltete der Bildhauer Hermann Bigelmayr diesen Steinkubus, der wie ein Epitaph vor der Schlossmauer steht. Als Material wählte der Künstler Sandstein aus Bamberg, wo Stauffenberg einen prägenden Abschnitt seines Lebens verbracht hatte. Er war Offizier im traditionsreichen Bamberger Reiterregiment und lernte in der fränkischen Kaiserstadt seine spätere Frau Nina kennen und heiratete sie dort.
Wie zufällig „aus der Welt gefallen“ liegt auf der ebenmäßigen roten Steinfläche ein übernatürlich großes, bronzenes Abbild eines Weizenkorns. Bei näherem Hinsehen erkennt man die vergrößerten Strukturen eines Samenkorns. Die symbolische Bedeutung der Skulptur: Stauffenberg hat sich geopfert, damit neues Leben auf vergiftetem deutschem Boden wachsen konnte.
Auf dem Stein steht:
CLAUS SCHENK GRAF VON STAUFFENBERG
GEBOREN AM 15. NOVEMBER 1907
SCHLOSS JETTINGEN
HINGERICHTET AM 20. JULI 1944
BENDLERBLOCK BERLIN

ER HANDELTE FÜR DIE ZUKUNFT DEUTSCHLANDS